Aufgrund der Tatsache, dass in einer Sauna ganz eigenwillige Bedingungen vorherrschen und sowohl Wärme als auch Feuchtigkeit aufeinander treffen, ist es wichtig, dass nur ganz spezielle Materialien für die Fertigung eingesetzt werden können. Außerdem garantieren nicht alle Werkstoffe das von einer Sauna erwartete Feeling.

Ganz traditionell wurden die Saunen aus natürlichen Materialien gefertigt. Das kennen Sie sicher von der russischen oder finnischen Sauna. Typisch für diese Unterkünfte ist massives Holz, das von Bäumen aus gesundem Wuchs stammt. Heute werden zudem auch solche Bäume ausgewählt, die frei von krankheitserregenden Schadstoffen sind. Dadurch wird vermieden, dass sich durch das hohe Feuchtigkeits- und Temperaturniveau gesundheitsschädliche Substanzen lösen und eingeatmet werden können.

Ausgesuchte Holzarten

Die Einzelteile einer Saunakabine bestehen aus Profilholz, das in aufwendigen Verarbeitungsschritten in passende Breiten und Längen geschnitten wird. Diese Profile werden aus der Rotzeder, der Fichte oder aus sogenanntem Abachi gewonnen. Eine Besonderheit unter den Holzteilen stellt das Hemlock Profilholz dar. Nicht nur für den Aufbau der Wände und der decken werden Holzzuschnitte benötigt. Zusätzlich dazu werden verschiedene Konstruktionselemente ebenfalls aus Holz hergestellt. Das Konstruktions- oder Rahmenholz ist gehobelt und die Kanten wurden gefast.

Das tolle Design der Saunen entsteht durch die natürlichen Maserung und die Farben der ausgesuchten Holzarten. Es gibt somit eher kräftig gefärbte Versionen aus dem Holz der Rotzeder oder helle Strukturen aus Fichtenholz.

Wissenswertes über das Hemlockholz

Das Hemlockholz hat seine Bezeichnung von der Hemlock- oder Schierlingstanne und wird in der Regel aus Asien oder Nordamerika importiert. Das kanadische Holz ist für den Saunabau wie gemacht, denn es ist harzarm und wird daher für diesen Einsatz bevorzugt. Das Holz zeichnet sich durch eine grobe Faserstruktur aus und kann daher gerade für großflächige Formen verwendet werden. Eine weitere positive Eigenschaft dieses Holzes ist dessen relativ geringes Eigengewicht. Diese Holzart ist einfach bearbeitbar und weist einen erstaunlich niedrigen Schwund auf. Die Witterungsbeständigkeit des Hemlockholzes ist ebenso unumstritten.

Für die Saunen wird das Hemlockholz wie auch die anderen Holzarten zu Profilbrettern verarbeitet, die mit einer seitlichen Nut und einer Feder ausgerüstet sind. Diese spezielle Formgebung erleichtert den Aufbau der Saunen ganz erheblich und trägt dazu bei, dass diese Bereiche keine Wärmeverluste und keine Zugluft durch eventuelle Undichtigkeiten aufweisen. Die Hölzer werden regulär in unbehandeltem Zustand angeboten und sind in abweichenden Stärken, Längen und Breiten erhältlich.

Der Aufbau von Saunakabinen und Saunahäusern basiert auf einer Fülle an einzelnen teilen, die mehrheitlich aus massivem Holz hergestellt werden. Fixiert werden diese Komponenten durch Schrauben und Metallverbindungen aus Materialien, die unempfindlich gegen Korrosion sind. Um den Saunen ihre gewünschte Form und die beabsichtigten Gebrauchsmerkmale zu verleihen, werden aus den verarbeiteten Holzarten unterschiedliche Zuschnitte gewonnen. Diese basieren auf den Profilen mit seitlicher Feder und Nut sowie auf den Latten und den Kanthölzern. Die Profile werden für die Zusammenstellung der Wände und der Decken, die Latten für die Realisierung der Innenausstattungen und die Kanthölzer für als Konstruktionsteile verwendet.

Nicht alle Holzarten eignen sich für denselben Zweck. Deshalb werden zum Beispiel die Liegen und Sitze aus dem Abchiholz montiert.

Abachi - hochwertiges Holz aus Afrika

Die für den Saunenbau benötigten Latten bestehen aus dem Abachiholz, das als Kernholz eine spezifische Charakteristik besitzt. Aus Abachiholz werden außerdem Furnier, Leisten, Holzzubehör udn profilhölzer gewonnen. Die Farbe der Abachi Latten ist sehr hell, fast weiß. Die Abachi Latten sind wahre Leichtgewichte.

Die Banklatten aus Abachi sind in Abhängigkeit von der Größe der Innenbereiche der Saunen in voneinander abweichenden Maßen erhältlich. Sowohl die Längen als auch die Stärken und die Breiten variieren somit und lassen so ganz unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten zu. Die extrem glatt gehobelten Abachi Latten bestechen durch ihre extrem zarte Optik und eine feinste Faserigkeit. Damit das Abachiholz auch für Rückenlehnen und Bodenroste genutzt werden kann, werden mindestens drei Seiten mit dem Hobel bearbeitet.

Die B-Sortierung lässt kleine Hobelbeschädigungen zu. Leichte Farbunterschieden sind akzeptabel. Bei der sogenannten A-Sortierung sind alle vier Seiten gehobelt.

Allgemeine Informationen über die Holzsortierungen

Die Sortierung des Holzes nach bestimmten Kriterien betrifft unter anderem die Nadelgehölze, zu denen auch Abachi gehört. Nur so kann sichergestellt werden, dass dieses Naturmaterial solche Eigenschaften hat, welche für die weitere Verwendung unbedingt erforderlich sind. Bei der A-Sortierung sind beispielsweise keine Äste zulässig. Risse dürfen ebenfalls nicht vorhanden sein. Bei der B-Sortierung sind Risse erlaubt, die nicht größer als 3 mm sind. Eine sogenannte Kernröhre wird bei der A-Sortierung nicht geduldet, bei der B-Sortierung schon. Darüber hinaus können bei der B-Sortierung von Abachiholz durchaus Einschlüsse von Rinde zu sehen sein, was allerdings bei der A-Sortierung ausgeschlossen wird. Bei der B-Sortierung dürfen keine Beeinträchtigungen der Stabilität und der Verlegearbeiten ersichtlich sein, welche durch Baumkanten oder Löcher entstehen würden.